The Statementpiece und die Aussage von Mode

The Statementpiece und die Aussage von Mode

Ich habe in letzter Zeit öfter das Wort "Statementpiece" gelesen. Zuletzt bei der GQ.

Hier wird es im Kontext eines Guides erwähnt, welches Euch helfen soll, aus dem Nichts zu einem Street-Fashion-Star zu werden, indem Ihr Aufmerksamkeit von Fotografen auf Euch zieht. Einer der sieben Schritte bezieht sich auf das sogenannte Statementpiece, welches Ihr unbedingt tragen solltet.

Was ist das Statementpiece?

In der Wirtschaft würde man sagen Unique Selling Point (USP) oder auf deutsch Alleinstellungsmerkmal. Es geht also um ein Kleidungsstück, das komplett individuell ist und Euch von anderen abgrenzt.

Doch noch viel stärker als das Alleinstellungsmerkmal ist das Statement, welches mit dem Accessoire zusammenhängt. Mit diesem Kleidungsstück muss ein Zeichen gesetzt werden.

Oft wird über diese Aussage der Kleidung geredet, aber konkret wissen die meisten Menschen nicht, was diese jetzt genau vermitteln soll.

Was können solche Statements sein?

Jeden Tag werden durch verschiedene Outfits Statements abgegeben.

Dabei spielen nicht nur die Genres der Kleidung eine Rolle, sondern auch Farben, Muster, Stoffe und vor allem Accessoires. Sogar die verschiedenen Ausführungen von Stücken können Unterschiede in der Aussage machen.

Stilrichtungen

Das schnellste Statement macht man natürlich mit einer grundlegenden Stilrichtung. Damit sind grundsätzliche Dinge gemeint. Dabei spielen auch kulturelle Hintergründe eine große Rolle. Es stellen sich beispielsweise folgende Fragen:

  • Kleide ich mich einer speziellen Kultur entsprechend - zum Beispiel bayrisch oder auch indisch? Dazu gehören auch Subkulturen wie Punk oder Hipster.
  • Will ich mit meiner Kleidung eine politische, gesellschaftliche oder persönliche Aussage tätigen?
  • Trage ich überhaupt Anzug?
  • Trage ich grundsätzlich nur sportliche Mode?

Betrachten wir diese ganz speziellen Richtungen wie Punk, Gothic, Hippies oder auch HipHop (und viele weitere), bleiben drei grundsätzliche Modestile übrig.

Sportlich

Der erste Stil ist der sportliche. Hier geht es viel um Lässigkeit, Bequemlichkeit und Körperbetonung. Die typischsten Kleidungsstücke sind Jeans, T-Shirt und Sneaker. Oftmals ist diese Mode minimalistisch angehaucht. Wenig Accessoires, praktische Nutzungsmöglichkeiten und freie Bewegung.

Der Sportstil soll zeigen, wie gesund man lebt, dass man sich viel bewegt und fit ist. Zudem ist das unkomplizierte Tragen der Kleidung sehr angenehm und bequem.

Casual

Casual gilt wie sportlich auch für Lässigkeit und Entspannung. Es grenzt sich aber insofern ab, als dass kein Fokus auf Sportlichkeit liegt. Es ist wesentlich gemütlicher und vielseitiger. Daher gibt es viele verschiedene Arten von Casual. Smart casual, Business Casual oder Daily Casual.

Im Grunde genommen geht es um gesellschaftlich akzeptierte Alltagskleidung in all ihren Ausführungen. Pullover, freizeitliche Hemden und Schuhe, die weder Sneaker noch Oxfords sind, gehören zu den typischen Stücken.

Der Casual Stil ist der meist getragene und eine Grundlage für Statements, da es den einen Casual Stil nicht gibt.

Business

Es geht beim Business Stil zwar vorrangig, aber nicht nur ums Geschäft. Er wird natürlich in den meisten Berufen getragen, da er auf den ersten Blick für den Anzug steht. Aber auch andere Sakkos und edlere Kleidung gehören im weiten Sinne zu dieser Mode.

Die Grundaussage des Business Stil ist Seriosität, Souveränität und Klarheit. Diese Eigenschaften können natürlich stark abweichen, je nachdem, wie man spezielle Attribute verändert.

Wie Ihr sicher schon gemerkt habt, sind die genannten Stilrichtungen wirklich nur Oberbegriffe für Ihre ganz diversen Ausrichtungen. So entwickeln viele Kombinationen aus diesen Kategorien eigene Stile. Das beste Beispiel ist der Smart Casual. Dort wird ein Weg zwischen Business und Casual gefunden, also eine Möglichkeit, auch im Beruf lässigere Kleidung zu tragen. Dieser Stil ist vor allem bei kreativeren Branchen sehr beliebt und sagt über den Träger aus, dass er sowohl seriös, als auch einfallsreich ist.

Auf die speziellen Modestile werde ich jetzt weniger eingehen, dazu reicht ein Artikel nicht aus.

Farben

Die Auswahl der Farbe ist ein wichtiges Kriterium, um Statements zu setzen. Farben haben verschiedene Wirkungen, Symbole und Aussagekräfte. Ein komplett schwarzes Outfit strahlt oft entweder Düsterheit oder Unsicherheit aus, während Pink bei Männern oft (und oft zu Unrecht) als tuntig dargestellt wird. Auch kann die Farbe ein Bekenntnis zu einer Gruppe darstellen. Sei es das genannte Schwarz zu einer Subkultur wie Gothic oder eine rote Krawatte als SPD-Mitglied. Das beste Beispiel ist auch der Genscher-Pulli in Gelb oder die Farben von Fussballvereinen, denen man sich zugehörig fühlt.

Wenn Ihr mehr zu Farben lesen wollt, könnt Ihr gerne unsere Artikel über die Farbwirkungen wie zum Beispiel Rot oder Grün lesen.

Muster

Es gibt unzählige Muster und Symbole in der Mode. Und sie haben alle ihre Bedeutung. Manche sogar mehrere, was dazu führt, dass der Träger oft missverstanden wird. Die Auswahl von Mustern ist daher die Königsdisziplin, wenn es darum geht, Statements mit Mode zu setzen.

Wie auch bei den Farben können Muster eine Zugehörigkeit darstellen. Häufig sieht man das auch bei Tattoos, bei denen es eigentlich nur um Muster geht. Bei Kleidung ist dies aber genauso der Fall. Das wohl (leider) bekannteste Beispiel ist das Hakenkreuz.

Aber auch Schottenmuster oder das weiß-blaue Karomuster für Bayern sind bekannte Beispiele. Auch manche Blumen haben eigene Zugehörigkeiten wie die rote Nelke zum Kommunismus.

Muster und Symbole sind aber nicht nur Bekenntnisse zu verschiedenen Gruppen oder Ideologien, sondern können auch individuelle Aussagen treffen. Streifen wirken unterschiedlich - quer macht breiter, längs macht schmaler. Streifen wirken auch anders als Punkte. So war der Polka Dot 2014 sehr beliebt und stand für den Retro/Rock'n'Roll. Paisley und Karo wirken in positiver Weise konservativ, je nach Farbgebung aber auch wieder ganz anders. Blumen haben natürlich eigene Bedeutungen.

Stoffe

Es ist zudem wichtig, aus welchem Stoff die jeweiligen Kleidungsstücke sind. Schwarze Hose hin oder her. Wenn sie aus Leder besteht, wirkt sie komplett anders als aus Baumwolle. Ein Kaschmirpullover ist immer ein Zeichen dafür, dass Qualität dem Träger sehr wichtig ist. Ein NATO-Armband bei der Uhr wirkt wesentlich lockerer als aus Metall.

Ganz aktuelle Beispiele sind auch Statements, die Hipster und Öko-Enthusiasten mit fairtrade oder veganen Stoffen für die Umwelt oder Tierschutz setzen. Auch VON FLOERKE bietet daher Bio-Baumwolle an.

Eine Jeansfliege wirkt direkt ganz anders.

Accessoires

Die wohl eindeutigste Art und Weise eine modische Äußerung zu treffen ist das Tragen von Accessoires. Es gibt unzählige Varianten und Ausführungen, die alle ihre eigene Aussagekraft haben.

Auch hier gibt es natürlich kulturelle Spezialitäten. Ganz einfaches Beispiel: Hüte. Vom Cowboyhut, dem mexikanischen Sombrero über das französische Barett bis hin zum arabischen Turban. Durch solche Accessoires zeigt man die Zugehörigkeit einer bestimmten Region oder Gruppe von Menschen. Diese Kleidungsstücke gibt es extrem großer Vielfalt über den ganzen Globus verteilt.

Wie auch in den anderen Kriterien haben sie nicht nur eine kulturelle Aussage, sondern sind oft auch ein Ausdruck verschiedener Ansichten. Es gibt beispielsweise Männer, die Krawatten ablehnen, da sie ihres Erachtens ein Zeichen des Establishments sind und andererseits gibt es Männer, die sie als Statement nutzen. Wir werden oft gefragt, welches Statement man denn mit einer Krawatte setzen würde - unabhängig davon, dass wir sie sehr schick finden.

Ein Binder ist für uns eine Frage des Respekts. Gegenüber den anwesenden Menschen und des Anlasses. Es geht eben nicht nur um einen selbst, sondern auch um die Wertschätzung der Situation und des Gesprächspartners. Eine Krawatte oder Fliege zeigt, dass mir die Umstände und die Umwelt wichtig sind, ich sie ernst nehme und es ihnen auch zeigen möchte.

Es geht nicht immer nur um Optik, sondern auch um Werte wie Anstand, Anerkennung und Tugenden, die Accessoires vermitteln sollen.

Wie kann ich nun ein Statementpiece einsetzen?

Das Statementpiece setzt sich vom Rest des Outfits ab und richtet den Fokus des Betrachters auf sich. Dadurch entfaltet es erst seine Wirkung und äußert seine Bedeutung.

Um ein Beispiel anzubringen, gehen wir zurück auf unser Verständnis von schöner Mode. Dazu ein ganz einfaches, grundlegendes Beispiel.

Nehmen wir einmal an, wir tragen im Alltag ein ganz normales Casual Outfit. Beige Chino, blaues Hemd. Mehr nicht. Wir wollen nun aber ein Statementpiece etablieren. Wir wollen zeigen, dass wir trotz des minimalistischen Outfits Geschmack für Mode haben, dass wir bodenständig, aber trotzdem frisch sind, dass wir etwas wagen können, aber trotzdem innere Ruhe haben.

Wir ziehen unifarbene, dunkelblaue Hosenträger an. Wir haben nun einen Hingucker, der sicherlich kommentiert wird und die Augen der anderen auf sich zieht.

Die Hosenträger zeigen, dass wir nicht nur Standardgürtel tragen, sondern uns etwas trauen können und frische Ideen haben, da nicht jeder diese trägt. Gleichzeitig wirkt das Blau sehr beruhigend. Die Farbe ist ein Symbol für innere Ruhe und Bodenständigkeit.

So haben wir mit einem einfachen Accessoire - ein Statementpiece - eine Aussage getroffen über unsere Persönlichkeit: Simpel und direkt.

Ein anderes einfaches Beispiel ist das Tragen eines Querbinders statt einer Krawatte. Fällt sofort auf und hat je nach Schleife eine andere Symbolbedeutung.

Natürlich geht es weitaus komplexer, wenn wir ein Statementpiece integrieren wollen. Das können auch auffällige Einstecktücher sein, speziellere Krawatten, Schuhe oder weitere. So kann auch die Kombination aus verschiedenen Kleidungsstücken dazu führen, dass wir ein Statementpiece herausstechen lassen.

VON FLOERKE hat mehr als nur ein Statementpiece

Eigentlich kann man sagen, dass sehr viele unserer Produkte aus Statementpieces bestehen. Die stilvoll kombinierte Kollektion und die vielen klassischen Accessoires oder auch Hemden bieten die Grundlage für das Outfit. Dazu haben wir die speziellen Kollektionen (Flashkollektionen) und außergewöhnliche Stücke, die Ihr als Statementpiece verwenden könnt.

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Mit PayPal wählen Sie die wohl sicherste und bequemsten Art zu bezahlen. Mit wenigen Klicks ist der Vorgang erledigt und mit der Absicherung für den Kunden, die Paypal bietet, ist man immer gut beraten.

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