Pochette - nicht nur ein Synonym für Einstecktuch

Pochette - nicht nur ein Synonym für Einstecktuch

Pochette (pɔʃɛt), oder auch pochette de costume (französisch), ist ein Synonym für Einstecktuch. Das Wort Pochette wird oft im Deutschen benutzt, wobei es dann auch sehr verdeutscht ausgesprochen wird.

Doch das Wort ist nicht nur ein Synonym, sondern hat in der französischen Geschichte durchaus Unterschiede zum deutschen Verständnis des Einstecktuchs.

Zudem gibt es in der deutschen Sprache noch drei weitere Bedeutungen für Pochette.
Die häufigste Verbreitung des Begriffs findet man in der Damenmode. Als Pochette wird nämlich eine kleine, flache Variante der Damenhandtasche bezeichnet.

Auch ist damit die Tanzmeistergeige, eine kleine, dünne Violine gemeint.

Die insgesamt vierte Bedeutung beschreibt in der Gastronomie ein Papiertasche, in die Besteck eingewickelt wird.

Wie die Franzosen die Pochette verwendeten

Obwohl ein Einstecktuch kein Taschentuch sein sollte, hat es seinen Ursprung ebendort.

Historiker sagen, dass die ersten Taschentücher 4000 Jahre vor Christus gesehen wurden. Im alten Ägypten wurden Leinentücher sowohl aus hygienischen, als auch zeremoniellen Gründen getragen. Schon sie färbten diese Tücher.
Die ersten Indizien, die darauf hinweisen, dass Taschentücher zum Nase putzen genutzt wurden, findet man im antiken Griechenland. Die Römer nutzten ein solches Tuch unteranderem als Erkennungszeichen der militärischen Manipel.

Danach wurde es erstmals still um das Tuch. Erst die Franzosen ließen es wieder aufblühen. Die französischen Adligen fingen im 14. Jahrhundert an, wieder ein edles Leinentuch mit sich zu tragen. Doch sie nutzten es weniger, um die Nase zu putzen oder ein modisches Statement zu setzten.
Eher parfümierten sie die Pochette, um sich vor schlechten Gerüchen zu schützen. Damals war es nicht üblich oder vielmehr nicht möglich, sich jeden Tag so zu waschen, dass man den ganzen Tag gut riecht.

Dabei wurde das Tuch nicht einfach nur mit Parfum bespritzt, sondern vollkommen eingetaucht. Das Einstecktuch wurde nun nicht zwingend gezeigt, sondern lieber verdeckt getragen, damit es den Anschein erwecke, der Träger würde immer gut duften. Ein Adliger wollte somit einfach nur den Eindruck vermitteln, er hätte die (finanziellen) Möglichkeiten, sich jeden Tag ausreichend pflegen zu können.

König Richard II. von England entdeckte diese Pochette bei dem französischen Adel und machte sie als dekoratives Einstecktuch dann bekannt.

Die Pochette heute

Heutzutage parfümiert man sicherlich nicht mehr sein Einstecktuch, um es wie die Franzosen im 14. Jahrhundert zu halten.

Das Einstecktuch wurde zunehmend zu einem dekorativen Accessoire für die Brusttasche des Sakkos auf der linken Seite. Nachdem früher nur Leinen benutzt wurde, sind mittlerweile auch Seide und Baumwolle genauso etabliert.

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