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Champagner: das Getränk der Getränke

Champagner: das Getränk der Getränke

Ganz gleich wie edel, teuer oder selten: Kein Tropfen hat es bislang fertiggebracht, den Champagner vom Thron der Getränkewelt zu stoßen. Der perlende Herrscher gilt bis hinauf in die High Society als das Nonplusultra der Drinks und erfreut sich seit Generationen geradezu überschäumender Beliebtheit. Auch wenn die einen oder anderen eher verschwenderisch mit ihm umgehen – man denke nur an die Siegertreppchen-Szenen bei der Formel 1 oder die badende Marilyn Monroe –, ist die Nummer eins unter den Schaumweinen vor allem für stolze Preise bekannt. Auch deswegen steht Champagner für Reichtum und Erfolg. Wer es zu etwas gebracht hat, feiert standesgemäß mit Schampus – und der, der es noch zu etwas bringen will, auch. Champagner ist das Getränk der Gewinnertypen und der Macher, bietet zugleich aber auch genügend Background für Kenner und Rebenfreunde.

Als Inbegriff von Luxus und der gewissen Prise Dekadenz ist es für den Champagner umso erstaunlicher, dass er rein zufällig, ja sogar aus einem Missgeschick entstanden ist. Im 17. Jahrhundert nämlich soll ein Benediktiner-Mönch namens Dom Pérignon, seines Zeichens Kellermeister in der Abtei Saint-Pierre d’Hautvillers – na, klingelt’s? –, aus Versehen eine Flasche Wein verschlossen und auf diese Weise unbeabsichtigt einen neuen Gärungsprozess in Gang gebracht haben. Genau diese zweite Gärung mit ihrer ursprünglich ungewollten Bläschenbildung ist, aus der noch heute der Champagner hervorgeht. Vor dieser Gärung entsteht zunächst der Grundwein, die sogenannte Cuvée, die aus einer Mischung ganz unterschiedlicher Weinen bestehen kann.

Schampus – eine Laune des Schicksals?

Einmal abgefüllt, wird die Cuvée mit Hefe und Zucker versetzt und die Flasche mit einem Kronkorken verschlossen. Dort verbleibt sie je nach Champagnersorte bis zu drei Jahre, bevor die Hefe nach drei Wochen auf dem Rüttelpult wieder abgesondert wird und der edle Tropfen seine Klarheit zurückerhält. Der Hefe ist die besondere Perlage des Champagners zu verdanken. Mit dem Korkenknallen entweicht schließlich auch der letzte Rest Hefe aus der Flasche. Interessant dabei: Die prickelnde Bläschenbildung galt noch lange als Makel und sprach für einen »unfertigen« Champagner. Erst als die Engländer um 1650 herum auf den Geschmack kamen und große Mengen des Zwischenprodukts abnahmen, konnte sich die ungeliebte Kohlensäure als Charakteristikum etablieren und der Champagner wurde im entsprechenden Stadium abgefüllt.

Dass einer so stolzen Getränkefamilie wie dem Champagner etwas an seinem Namen liegt, verwundert nicht: Champagner dürfen sich nur solche Schaumweine nennen, deren Trauben auch tatsächlich aus der präzise eingegrenzten französischen Weinbauregion stammen und zugelassen sind. Aktuell sind das lediglich drei: Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Seit 1935 sind zudem methodische Vorgaben bei der Erzeugung einzuhalten, um der Kategorie Champagner würdig zu sein.

Strenge Regeln, hohe Qualität

Alle übrigen Kandidaten, so sehr sie qualitativ auch überzeugen mögen, müssen sich mit der Bezeichnung Sekt begnügen. Zu den großen Champagnerherstellern zählen neben namhaften und vertrauten Marken wie Moët & Chandon, Taittinger und Veuve Clicquot auch zahlreiche kleinere Winzer. Zusammen produzieren sie heute rund 300 Millionen Flaschen jährlich. Die kunstvollen, mit herrschaftlichen Wappen vertierten Etiketten hielten allerdings erst im 18. Jahrhundert Einzug. Sie sollten als Aushängeschild des Herstellers sowie als Qualitätsgarantie dienen und vor Nachahmung schützen.

Übrigens: Auch der Korken konnte sich erst mit Verspätung durchsetzen. Zuvor nutzte man Holzkeile, die aber auch mit Tuch umwickelt und mit Wachs abgedichtet dem Druck der Flasche nicht standhalten konnten und den wertvollen Inhalt verderben ließen. An diesem Punkt kamen der Korkstöpsel und der Eisendraht ins Spiel; die Metallkappe machte die Konstruktion perfekt.

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